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Rathausausstellung

„Dynamische Malerei, nuancenreiche Druckgrafik“ - Ausstellung mit Maja Rodrian und Went Strauchmann

Ausstellung vom 15.03. bis 17.05.2011
Vernissage am 15.03. 2011 von 18 bis 20 Uhr  Bilder davon
Veranstaltet vom Kulturforum München-West mit Unterstützung des Vereins Pasinger Mariensäule. Öffnungszeiten wie die des Rathauses.

Faszinierende Farblinolschnitte

Der Grafiker Went Strauchmann, der an der Werkkunstschule Augsburg und der Münchner Akademie der Bildenden Künste seine Ausbildung erhalten hat, arbeitet heute primär in der Technik des Mehrfarbendrucks, nachdem er 1992 stolzer Besitzer einer eigenen Andruckpresse wurde. Die „Korrex“ ist Baujahr 1962 und ein Glücksfall im Leben des Künstlers. „Mein Herz schlägt für farbige Linolschnitte; sie sind keineswegs angestaubt, sondern durch die ölhaltigen Offsetfarben von intensiver Farbigkeit. Meine bevorzugten Themenkreise sind der Mensch, umgeben von Natur und Technik und die damit verbundene Problematik. Ich versuche auch Bildvorlagen aus der Antike zu interpretieren und sie kritisch und ironisch darzustellen. Schon Picasso liebte diese Paraphrasen“, berichtet Stauchmann. Er nimmt dazu ein bekanntes Bildwerk und überlagert es mit Anspielungen und eigenen Gestaltungselementen, die meist technische Gerätschaften darstellen. Die Künstler Tizian, Dürer, Botticelli und Cranach haben es ihm besonders angetan - Strauchmann zitiert sie ebenso wie die antike Mythologie. Auch verfremdete Frauenakte finden sich häufig in seinen Werken.

Dialog zwischen Zeichnung und Malerei

Die in München geborene Maja Rodrian, Malerin und Grafikerin, ist mit Arbeiten in Mischtechnik, meist Kombinationen von Kreide und Acryl oder Collagen auf Papier und Leinwand, vertreten. Nach dem Studium an der Akademie der Bildenden Künste in München hat sie auch noch eine Ausbildung in Kunsttherapie abgeschlossen. Ihre künstlerische Ader hat Maja Rodrian von ihrem Großvater, einem Maler des 19. Jh., geerbt, wenngleich ihre Arbeiten sich davon grundlegend unterscheiden. „Die Spontaneität, der Malprozess, das Wechselspiel von Farbe und Linie stehen für mich im Vordergrund. Unbewusstes und Erinnerungsmomente verdichten sich dadurch zu meinen immer wiederkehrenden Themen und Bildinhalten - Menschen in Beziehung zueinander und im Dialog miteinander, sowohl als Paar, Gruppe und Kind“, erklärt die Künstlerin ihr Vorgehen. Ihre Figuren berühren sich dabei, wenn auch nur mit einer Linie. Ein anderer Ideengeber für ihre Bilder ist ihr gemaltes Tagebuch. „Es bedeutet für mich - ohne Worte - auf die Ereignisse und Empfindungen des Tages und der Träume der Nacht malerisch zu reagieren und sie festzuhalten“, so Maja Rodrian.

Went Strauchmann

Maja Rodrian

 

Kulturforum München-West   Jahr 2011