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Buchpräsentation im Ebenböckhaus
am 7.3.2012 um 19.30 Uhr

Ebenböckhaus, Ebenböckstr. 11

Hadumod Bußmann über
Therese, Prinzessin von Bayern:
Ich habe mich vor nichts im Leben gefürchtet.

Anmeldung erforderlich!
telefonisch unter 888 89 03 oder
per email: kulturforum.muenchen-west@web.de

Eintritt frei, Spendenbeitrag erwünscht!

Buchpräsentation von Hadumod Bußmann

Ich habe mich vor nichts im Leben gefürchtet.
Die ungewöhnliche Geschichte der Prinzessin Therese von Bayern

Die Sprachwissenschaftlerin und ehemalige Frauenbeauftragte der Ludwig-Maximilians-Universität München, Hadumod Bußmann, wird bei der Veranstaltung des Kulturforum München-West im Ebenböckhaus am Mittwoch, 7. März um 19.30 Uhr ihr im letzten Jahr erschienenes Buch „Ich habe mich vor nichts im Leben gefürchtet. Die ungewöhnliche Geschichte der Prinzessin Therese von Bayern“ in einem Vortrag mit historischen Bildern vorstellen.

Frau Bußmann ist seit ihrer Pensionierung freie Autorin und Publizistin; sie hat in den letzten Jahren Veröffentlichungen zur Linguistischen Terminologie (Lexikon der Sprachwissenschaft), zur Gender-Forschung, speziell zum Zusammenhang von Sprache und Geschlecht, sowie zur Wissenschaftsgeschichte von Frauen herausgebracht. Sie ist Vorsitzende des Kuratoriums der Therese-von-Bayern-Stiftung an der Universität München, die sich die Förderung von Frauen in der Wissenschaft zum Ziel gesetzt hat.

„Ich bleibe ein Wesen eigener Art“

Therese, 1850 geboren, war die einzige Tochter des Prinzregenten Luitpold von Bayern und seiner Ehefrau Auguste Ferdinande Erzherzogin von Österreich und Prinzessin von Bayern. Ihr ältester Bruder war als Ludwig III der letzte bayerische König.

„Als autodidaktische, leidenschaftliche Naturforscherin und Sammlerin erkämpft sie sich ihren eigenen Weg: Sie unternimmt abenteuerliche Weltreisen, wird erfolgreiche Schriftstellerin und erwirbt unzeitgemäße akademische Ehrungen", wie Hadumod Bußmann ihre Begeisterung für diese ungewöhnliche Frau erklärt. „Da bayerische Universitäten erst seit 1903 - übrigens auf Veranlassung des Prinzregenten, ihres Vaters -Frauen zum Hochschulstudium zuließen, musste sich die Prinzessin ihr umfangreiches Wissen im Selbststudium aneignen“.

Prinzessin Therese starb 74 jährig in ihrem Haus am Bodensee. Seit April 2009 steht die Büste der Wissensdurstigen und Sprachbegabten, die 12 Sprachen in Wort und Schrift beherrschte, in der Ruhmeshalle in München.

Therese als Namenspatronin

Die Therese-von-Bayern-Stiftung wurde 1997 aus Anlass des 100jährigen Jubiläums der Verleihung der ersten Ehrendoktorwürde durch die Universität München an eine Frau, nämlich an Prinzessin Therese, gegründet. Sie will durch private Solidarität dort tätig werden, wo staatliche Mittel nicht ausreichen, um Frauen zu ermutigen, ihren Weg in Forschung und Wissenschaft entschlossen zu gehen. „Prinzessin Therese war entschieden eine Vorreiterin für Frauen in der Wissenschaft, zugleich aber war sie auch eine engagierte Mäzenin für Münchener Museen, wie Hadumod Bußmann in der von ihr 1997 herausgegebenen Dokumentation: „Ich bleibe ein Wesen eigener Art" Prinzessin Therese von Bayern: Wissenschaftlerin – Forschungsreisende – Mäzenin“ dargestellt hat.

Angela Scheibe-Jaeger

Hadumod Bussmann, Vorsitzende des Kuratoriums der Therese-von-Bayern-Stiftung. Foto privat. Bild oben: Bucheinband, Quelle Beck-Verlag

   

Kulturforum München-West   Jahr 2012