Kultur für daheim – die Zweite

Kino, Konzerte und Theater bleiben zu. Wen es nach Kultur dürstet, der hat noch eine Strecke vor sich. Das Kulturforum München-West will ein bisschen Hilfe anbieten – mit Ihrer Hilfe. Schlagen Sie vor, wie man sich Kultur nach Hause holen oder in der Nähe finden kann und geben  Sie Ihren Tipp ab. Schicken Sie Ihre Empfehlungen an  Angela Scheibe-Jaeger.  Sie werden dann per e-mail an die Mitglieder verschickt, hier auf der Homepage veröffentlicht.

DieTipps vom 2. März 2021

  • Aus gegebenem Anlass, da gibt´s was zu lachen – bei allem Ernst: https://weltnetz.tv/video/2459-die-wuerde-des-menschen-ist-dessen-frisur-wen-schert-die-kultur
  • Zum 200. Geburtstag von Lola Montez
    Ihre letzte Nacht vor ihrer Abschiebung verbrachte die berühmt-berüchtigte Geliebte von König Ludwig I. in der Blutenburg, ehe sie am 12. Februar 1848 in Pasing in den Zug gesetzt wurde, der sie weit weg von Bayern bringen sollte. Damit neigte sich eine aufregende Zeit für den verliebten und vernarrten König dem Ende zu, die ihn erst Geld, dann Nerven und schließlich die Krone kostete. Lola Montez, am 17. Februar in Irland geboren, gilt als Inbegriff von schamloser Freiheit, als berühmt-berüchtigte Frauengestalt.
    Für die Biografie zum 200. Geburtstag dieser unzeitgemäßen Frau hat die Historikerin Marita Krauss – gestützt auf bislang unzugängliche Tagebuchaufzeichnungen König Ludwigs I. – den Weg der Lola Montez in all seinen Höhen und Tiefen beschrieben.
    Erschienen ist die Biografie in 2020, 343 S., mit 42 Abbildungen, 24,00 €, als e-Book 17,99 €.
    Im Residenztheater ist – theoretisch – die Oper „LOLA M“ zu sehen, Premiere war am 31. Dezember 2020. Halten Sie die Augen auf, wann das Theater wieder öffnet und die Oper auf dem Spielplan steht. Die abenteuerliche Oper von und mit Georg Ringsgwandl ist ein Auftragswerk.
    Erschienen ist die Biografie in 2020, 343 S., mit 42 Abbildungen, 24,00 €, als e-Book 17,99 €.
    Im Residenztheater ist – theoretisch – die Oper „LOLA M“ zu sehen, Premiere war am 31. Dezember 2020. Halten Sie die Augen auf, wann das Theater wieder öffnet und die Oper auf dem Spielplan steht. Die abenteuerliche Oper von und mit Georg Ringsgwandl ist ein Auftragswerk.
    Justina Schreiber hat im Bayerischen Rundfunk einen Gratulationsbeitrag gestaltet: www.br.de/radio/bayern2/lola-montez-zum-200-geburtstag
    Auch als Filmedition des Münchner Filmmuseums ist sie der Mittelpunkt, hier ist der Film von Max Ophüls zu sehen, sein 25. Werk, sein erstes in Farbe und Cinemascope.
  • Eggenfabrik, Internationale Jugendbibliothek und Gerstenecker Block im Video
    Zum Tag des offenen Denkmals 2020 wurden im Auftrag des BA 21 drei kurze Videodokumentationen produziert. Es wird ein Rundgang durch die ehemalige Eggenfabrik in Pasing gezeigt, die zum Action-Sport-Zentrum ausgebaut werden soll. Dann können Sie dem unterirdischen Archiv der Internationalen Jugendbibliothek in der Blutenburg einen Besuch abstatten, der sonst nur im Rahmen besonderer Führungen möglich ist. Ein besonderes Schmankerl ist ein Rundgang durch zwei Häuser des 1897 errichteten Gerstenecker Blocks in der Bahnhofstraße. Das Haus Ecke Spiegel Straße wurde frisch restauriert, im „Bohn-Haus“ erleben Sie eine Führung durch eine kunstvoll gestaltete Privatwohnung. https://www.muenchen.info/ba/21/ba21. Tippen Sie auf „Landeshauptstadt München Bezirksausschuss, unter „Aktuelle Themen“ geht’s zu den Videos unter Denkmalschutz online.

Die Tipps vom 22.2.21:

  • Das Leben von Nelly Sachs als Video
    Die jüdisch-deutsch-schwedische Schriftstellerin und Lyrikerin (1891 – 1970) hatte 1966 – gemeinsam mit Samuel Joseph Agnon– den Nobelpreis für Literatur erhalten. Begründet wurde dies mit ihren hervorragenden lyrischen und dramatischen Werken, die das Schicksal Israels mit ergreifender Stärke interpretieren. Die Schauspielerin Sunnyi Melles hat für die Bayerische Akademie der Schönen Künste eine dokumentarische Lesereise erarbeitet, die als Videoaufzeichnung über die Webseite der Akademie abrufbar ist. Der einstündige Film – „In meiner Kammer …kniet das Universum wie überall um erlöst zu werden“ gibt in Bildern und Texten einen Einblick in das bewegte Leben der Künstlerin, die vor 130 Jahren geboren wurde. Link: https://vimeo.com/465053818, rechte Maustaste drücken, dann über Hyperlink öffnen. Auch weitere interessante Filme sind über www.badsk.de zu sehen.
  • Erinnerungen wach halten
    Wenn Sie gerne in Erinnerung an alte Zeiten schwelgen oder eigene Geschichten an die nächste Generation weiter geben möchten, sind Sie hier richtig: „MEMORO – Die Bank der Erinnerungen e.V“ ist ein gemeinnütziger Verein mit dem Ziel, den Erfahrungsschatz Älterer an Jüngere weiterzugeben. Das Online-Zeitzeugenarchiv der „Oral History“ wird dargestellt durch kurze Videos im Internet. http://www.memoro.org/de-de/, hier finden Sie viele Geschichten, lustige und traurige, aber immer interessant. Die Organisation ist mittlerweile international tätig, in München wird MEMORO von Nikolai Schulz betreut. Kontaktieren Sie ihn, wenn Sie selbst berichten wollen, wie Sie die Kriegs- und Nachkriegszeit erlebt haben, von gesellschaftlichen und politischen Ereignissen oder von ganz persönlichen Dingen erzählen wollen, hier seine Kontaktdaten: T: 65455453.
  • Frauen und Erinnerungskultur
    In der SZ vom 27. Januar 21 erschien ein Artikel zur Blogparade #femaleheritage, zu der die Monacensia Ende letzten Jahres eingeladen hatte. Nachzulesen unter www.sueddeutsche.de/muenchen/monacensia-spuren-von-ku.. Die Monacensia ist das literarische Gedächtnis der Stadt München. Das Institut der Münchner Stadtbibliothek vereint unter einem Dach Literaturarchiv, München-Bibliothek, Forschungszentrum, Ausstellungsraum und Bildungsort. Mit #femaleheritage sollen Frauen in der Erinnerungskultur präsenter gemacht und das Bewusstsein für ihr Werk und ihr Wirken gestärkt werden. Gute Anregungen für (Wieder-)Entdeckungen, nicht nur aus dem Münchner Raum! http://blog.muenchner-stadtbibliothek.de/frauen-und-erinnerungskultur…Es kamen fast 200 Beiträge zu den verschiedensten Frauen zusammen, die Lektüre ist überaus lohnend und inspirierend. Auch der Blog-Beitrag, der in der SZ erwähnt wurde: „Was leistet eine europäische Erinnerungskultur aus feministischer Perspektive für den Frieden?“ im Teil „Nachklapp – Zusagen & Gastbeiträge“


Die aktuellen Tipps vom 10. 2. 2021:

  • Was würde Jesus im 21. Jahrhundert predigen? Wer wären seine Jünger? Regisseur Milo Rau kehrt zu den Ursprüngen des Evangeliums zurück und inszeniert es als Passionsspiel einer Gesellschaft, die geprägt ist von Unrecht und Ungleichheit. Nach Jesus‘ Vorbild kehrt der Protagonist Yvan als „Menschenfischer“ in das größte der Flüchtlingslager bei Matera zurück. Unter den dort Gestrandeten, findet er seine „Jünger“. Verzweifelte, die über das Mittelmeer nach Europa gekommen sind. Drehort ist die süditalienischen Stadt Matera, die „Kulturhauptstadt Europas 2019“. Den Film – „absolut auf der Höhe der Zeit“ – kann man herunterladen als Stream, kostet 9,99 Euro: https://dasneueevangelium.de/#digitales-ticket.
  • Kammer-Musik und Gespräche beim „Künstlertreff“
    Die Brüder Stefan Kirpal (Violine) und Andreas Kirpal (Klavier) sind den Freund*innen der Kammermusik in Pasing vielleicht von früheren Konzerten bekannt. Stefan Kirpal ist Primarius des renommierten Münchner Diogenes-Quartetts. Andreas Kirpal ist ein gefragter Kammermusikpartner. Sie haben den virtuellen „Künstlertreff“ gegründet und wollen jeden Freitag-Abend ein neues Video mit Musik, Gästen und Gesprächen im Wohnzimmer von Walther Weck herausbringen. Die ersten Gäste stehen fest: Wen-Sinn Yang, Cello und Oliver Triendl, Klavier bzw. der Jazzgeiger Max Grosch und sein Pianist Matthias Bublath.
    Wer aktuell informiert sein will, abonniere den Youtube-Kanal und vergebe einen „Daumen hoch“.
    https://www.youtube.com/channel/UCn0vox-zGGYuZ-sCsEpEdfA .
    Wer dem „Künstlertreff“ finanziell unter die Arme greifen will, kann dies gerne tun über:
    Kirpal IBAN: DE30 4306 0967 1052 3331 02 oder https://paypal.me/kuenstlertreff?locale.x=de_DE
  • Online-Ausstellungen über gestickte Textilgestaltung aus aller Welt
    Mit Seide bestickte Postkarten aus dem Ersten Weltkrieg, chinesische Lotusschuhe, Samt und Spitzen, ein Beduinen-Frauenkleid, die Online-Ausstellungen des Textile Research Centers in Leiden sind interessante Ausflüge in verschiedene Kulturen über den Hyperlink: www.trc-leiden.nl/trc-digital-exhibition/. Man kann die Erklärungen in Englisch oder übersetzt ins Deutsche ansehen und in farbenfrohen Exponaten schwelgen und dabei in die textile Kulturgeschichte aus aller Welt eintauchen. Vielleicht bekommen Sie selbst Lust aufs „Sticken in Corona-Zeiten“…..

Die aktuellen Tipps vom 4. Februar:

  • Die Stadtbibliothek Pasing in der Bäckerstraße 9 bietet Click and Collect an: Kostenlose Bestellungen von Medien unter 233 37265, über das Konto im Onlinekatalog oder per E-Mail an stb.pasing.kult@muenchen.de sind möglich. Bestellte Medien – sofern vorhanden – stehen spätestens 3 Werktage nach Bestellung kostenlos zu den üblichen Öffnungszeiten zur Abholung bereit, diese erfolgt im Vorraum der Stadtbibliothek. Man legt den Ausweis in eine Schale im Lift und gleich darauf schwebt das Wunschbuch heran.
  • Deshalb gleich ein „leichtfüßiger“ Lesetipp: Herbert Rosendorfer „Der Meister“, in dem er sich – wie üblich – über viele Dinge lustig macht, aber vor allem über die Musikwissenschaft. „Ein junger Musikwissenschaftler in finanziellen Nöten schreibt Artikel für ein geplantes Musiklexikon und – weil er nach Zeilen bezahlt wird – erfindet er einen Komponisten. Jahre später findet eine Doktorandin den Namen im Lexikon und will Näheres wissen …….“ Bei Hugendubel kostet das Buch € 8,99, bei Medimops € 3,22 zzgl. Versand. Als Hörbuch gelesen von Gert Heidenreich gibt’s es auch (€13,95).
  • Die Biografien von Beethoven und Schubert zum Hören
    Bleiben wir bei der Musik: Das Beethoven-Jahr 2020 ist zwar vorbei, doch das bewegte Leben des Komponisten bleibt immer interessant. Wenn Sie sich noch nicht überhört haben, könnten Sie die 10 Folgen von „Beethoven – die Hörbiografie“ als kostenloser Podcast des BR Klassik interessieren. In jeweils 25 Minuten erzählt Udo Wachtveitl aus seinem Leben, von seinem Streben nach Freiheit, seinem Denken und Fühlen, seinem Schaffen und seinen Werken. Stichwort: Beethoven – die Biografie zum Hören mit Udo Wachtveitl
    Auch die Schubert-Biografie mit einer Fülle von Musikbeispielen ist kostenlos als Podcast in neun Episoden (insgesamt 225 min) zu hören. Wer war er, dem wundersam die schönsten Melodien entströmen ? Die neue Hörbiografie, wieder von Jörg Handstein, macht den Menschen Schubert lebendig. Zu entdecken ist eine überraschend starke Persönlichkeit. Ein kurzes, intensives Leben, vor dem Hintergrund einer ereignisreichen Epoche, packend erzählt von Udo Wachtveitl. Zu finden unter „BR Podcast Schubert Hörbiografie“.

Die aktuellen Tipps vom 27.01.2021:

  • A-capella-Konzert mit Pentatonix

Ein „Daheim-Konzert“ vom Feinsten mit der amerikanischen Gruppe „Pentatonix“, die in den Genres A-Capella, Soul sowie Rhythm and Blues seit zehn Jahren erfolgreich und preisgekrönt unterwegs ist.

— Halleluja
www.youtube.com/watch?v=LRP8d7hhpoQ
— Sound of Silence

  • Ausstellung „Quattrocento in der Klostergalerie St. Ottilien, noch bis 28. 2.

Reinhold Heller und der Schülerkreis um ihn zeigen ihre Werke. Wenn Sie einen Ausflug in das Kloster St. Ottilien planen, erhalten Sie auf Anfrage Zugangsmöglichkeiten bei Pater Cyrill Schäfer: 08193 71711 oder cyrill@eos-verlag.de
Unser Mitglied Peter Rößler war von 1955 bis 1959 Teil einer Künstlergruppe, zusammen mit Siegfried Haberer, Reinhold Heller und Klaus Wich. Sie gaben sich selbstironisch und zugleich programmatisch den Namen „Quattrocentismus“. Zu dieser gemeinsamen Zeit und damit auch zur Ausstellung hat Rößler eine Retrospektive verfasst „Reinhold Heller und der „Quattrocentismus“, die wir angehängt haben.


Die aktuellen Tipps vom 18.01.2021: Mit allen guten Wünschen für das neue Jahr geht es weiter mit den Vorschlägen der Mitglieder des Kulturforum München-West.

  • Ballett am Bildschirm
    Ballettbegeisterte dürften sich über diesen Tipp besonders freuen: Unter dem Titel „Einmal Himmel und zurück“ stand in der Süddeutschen Zeitung eine begeisterte Kritik der Ballettexpertin Dorion Weickmann über eine Premiere in Wien, die über arte.tv im Internet zugänglich ist. Zu erleben sind eine Choreographie von Hans van Manen aus dem Jahr 1979 mit zwei Tänzern („Live“) sowie die 4. Sinfonie von Gustav Mahler als großes – modernes – Ballett (Choreographie Martin Schläpfer, der neue Leiter des Wiener Staatsballetts) „Wir sind sehr beeindruckt“, lautet das Fazit unserer beiden Mitglieder. Das Video (Gesamtdauer 1:42:54) ist noch bis Anfang März 2021 gratis verfügbar unter www.arte.tv/de/videos/099992-000-A/mahler-live-von-hans-van-manen-und-martin-schlaepfer
  • Lichtaktion „Das Kunstareal verbindet“, ein reeller oder virtueller Spaziergang
    Im letzten halben Jahr war unser Mitglied Else Gebauer, Mitarbeiterin im Referat für Arbeit und Wirtschaft, als Projektleiterin damit beschäftigt, ein Corona-taugliches Lichtprojekt für die dunkle Jahreszeit zu konzipieren und umzusetzen. Noch bis zum 14. Februar kann man bei einem Spaziergang vom Königsplatz zu den Pinakotheken die Aktion mit Lichtinstallationen namhafter Münchner Künstlerinnen und Künstler täglich von 16.30 bis 21 Uhr sehen. Am PC sind unter www.einfach-muenchen.de/lichtaktion die „Lichter der Großstadt“ ebenfalls zu erleben, die einzelnen Stationen werden eindrucksvoll präsentiert. Schön auch als Einstimmung zu einem tatsächlichen Spaziergang ist die Verbindung von Licht mit Tanz und Musik unter https://vimeo.com/494095233

Gute Unterhaltung und wir sind neugierig auf Ihre Tipps (die dann auch auf unserer Internet- und unserer Facebookseite veröffentlicht werden). Bis nächste Woche.