Führung Jüdisches Leben in Pasing

Sonntag 18. Juli 2021 von 16 bis 18 Uhr im Rahmen von „1700 Jahre Jüdisches Leben in Deutschland“: Rundgang durch Pasing zu ehemals jüdischen Wohnsitzen. Wir bekommen ein Bild davon, welche Bedeutung Jüdinnen*Juden vor der Verfolgung und Vernichtung in Pasing hatten. Daran erinnert auch die Skulptur „Gebeugter Leerer Stuhl“ am Rathaus. Treffpunkt um 16 Uhr  am Leeren Stuhl beim Rathaus Pasing, Rathausgasse.  Teilnahme frei.

„Juden hat es in Pasing nie gegeben“, war eine der ersten Aussagen, als wir, die Mitglieder der Geschichtswerkstatt München-West, 2005 damit begannen, zu jüdischem Leben in unserem Stadtbezirk zu forschen.

Die folgende Recherche erbrachte jedoch mehr als 200 Namen bzw. Schicksale jüdischer Menschen, die vom Ende des 19. Jahrhunderts bis in die 40-er Jahre des 20. Jahrhunderts hier lebten, darunter Unternehmer , Kaufleute und Trödler, Künstler, Handwerker und Akademiker, Staatenlose und Hausbesitzer.

Der Rundgang führt zu ausgewählten Orten, an denen sich Menschen jüdischer Abstammung bis 1933 als Pasinger oder Obermenzinger gefühlt haben.

Das Bild zeigt das ehemalige Kaufhaus des jüdischen Kaufmanns Emil Neuburger gegenüber dem Pasinger Bahnhof. Führung: Almuth David und Doris Barth, Mitglieder der Geschichtswerkstatt. Veranstalter: Kulturforum München-West e.V. in Zusammenarbeit mit dem Institut für zukunftsweisende Geschichte e.V. (Geschichtswerkstatt) und Chaverim e.V. als Beitrag zur Rahmenveranstaltung 1700 Jahre jüdisches Leben in Deutschland.

Pasinger Kaufhaus Neuburger. Historisches Foto: Albert Lehmann. Quelle: Sammlung Möllmann.
Das ehemalige Kaufhaus Neuburger, Bahnhofsplatz 2 in Pasing. Foto: ASJ
Einweihung der Gedenkskulptur „Gebeugter Leerer Stuhl“ am 27. Januar 2015 am Pasinger Rathaus, Rathausgasse, beim Durchgang zum Neubau.