Wissenschaftsreihe: Franz Schiermeier über Bernhard Borst, den Architekten zwischen Tradition und Moderne

im Ebenböckhaus, Ebenböckstrasse 11

Foto: Angelqa Scheibe-Jaeger

Es erwartet Sie wieder ein spannender Abend mit Franz Schiermeier. Der Niederbayer ist Architekt, Verleger, Stadtführer und Stadtforscher sowie Experte für Münchens Geschichte: Er kartiert Stadtbäche und Stadtviertel, berät Initiativen und zeigt, wie Planungsgeschichte die Stadt bis heute prägt. Franz Schiermeier gründete 2003 seinen Ein-Mann-Verlag mit Schwerpunkt zur Münchner Stadtgeschichte. Inzwischen sind gut 150 Bücher erschienen. Davor war er langjähriger Assistent an einem Architektur-Lehrstuhl der TU München. Der Architektur-Experte stellt uns den Architekten und Bauunternehmer Bernhard Borst vor, der besonders mit seiner neuartigen Wohnsiedlung „Borstei“ bekannt wurde, die er von 1924 – 1929 erbaute. Auch in Pasing und Obermenzing sind Häuser im „modern-historisierenden Stil“ von ihm zu sehen. Am Tag des offenen Denkmals wurden einige davon besichtigt.

Der Vortrag ist um 19 Uhr im Ebenböck-Haus, Ebenböckstraße 11. Der Eintritt kostet für Mitglieder 12 €, für Nichtmitglieder 15 €. Anmeldung erbeten einladungen@kulturforum-mwest.de.

Wer mehr über Franz Schiermeier und seine Aktivitäten wissen möchte: https://de.wikipedia.org/wiki/Franz_Schiermeier_Verlag

Gedenkveranstaltung am „Gebeugten leeren Stuhl in Pasing”

Freitag, 20. November 2026 von 17 – 18 Uhr

vor und im Rathaus

Foto: Angela Scheibe-Jaeger

Das Kulturforum München-West macht wieder am Tag des Todeszugs nach Kaunas 1941eine Gedenkveranstaltung am gebeugten leeren Stuhl, der Skulptur von Blanka Wilchfort und Marlies Poss am Pasinger Rathaus. Das Mahnmal symbolisiert das Fehlen der jüdischen Menschen, die keinen Platz in ihrer Gesellschaft mehr hatten. Es wurde 2015 dort fest aufgestellt und erinnert an die Jüdischen PasingerInnen, die in der Zeit des Nationalsozialismus verfolgt, entrechtet, in den Selbstmord getrieben und ermordet wurden. Mit dieser Gedenkstunde soll die Erinnerung lebendig gehalten werden, getreu dem Zitat von Elie Zwiesel „Zu vergessen heißt sich abwenden, zu vergessen heißt verleugnen“

Heuer geht es in einem Beitrag um „Juden in Pasing nach 1945“, Doris Barth von der „Geschichtswerkstatt Jüdisches Leben“ stellt das Hilfswerk Vaad Hatzala vor, das in Pasing sein Büro und Verteilungszentrum hatte. Almuth David, ebenfalls Mitglied der Geschichtswerkstatt, zeigt dazu Bilder und eine Gedenktafel für die Pasinger Opfer der Shoah.

Raoul Koether, Vorstandsmitglied im Kulturforum und Mitglied im Bezirksausschuss 21, wird als Beauftragter gegen Rechtsextremismus sprechen.

Auch SchülerInnen des Elsa-Brändström-Gymnasiums machen bei der Veranstaltung mit, ein Fagott begleitet die Gedenkstunde musikalisch.

Die Veranstaltung ist am Eingang an der Rathausgasse und in den Räumen des Rathauses, kostenfrei und ohne Anmeldung, Gäste sind herzlich willkommen.

Foto: Angela Scheibe-Jaeger

Über das Mahnmal können Sie mehr auf der Homepage unter Der gebeugte Leere Stuhl erfahren.

Seit 2022 gibt es den gemeinnützigen Verein „Freundeskreis Gebeugter Leerer Stuhl e.V.“, in dem unterschiedlichste Vertreter:innen der Münchner Stadtgesellschaft zusammengefunden haben. Freundeskreis Gebeugter Leerer Stuhl

Am 27. Januar 2027 wird es eine Gedenkveranstaltung am Gebeugteen leeren Stuhl bzw. in der Kirche Leiden Christi in Obermenzing geben.

Cellissimo! – Wen-Sinn Yang and Friends

Aula des Karlsgymnasiums, Am Stadtpark 21, M-Pasing

Wen-Sinn Yang, ©wildundleise.de

Zusammen mit dem Förderverein des Karlsgymnasiums laden wir Sie ein zu einem Cello-Fest mit dem renommierten Cellisten Wen-Sinn Yang und fünf herausragenden jungen Talenten aus verschiedenen Ländern: Yung-Tzu Wang, Alex Lau, Tzu-Shao Chao, Sarah Moser und Balázs Dolfin. Gemeinsam präsentieren sie ein faszinierendes Programm mit Werken von Edvard Grieg, Gioachino Rossini, Antonín Dvořák, Manuel de Falla und anderen – voller Leidenschaft, Virtuosität und kammermusikalischer Spielfreude. Ein Programm, das die ganze Klangvielfalt des Violoncellos erlebbar macht.

Wir freuen uns, dass dieses Konzert in der neuen Aula des Karlsgymnasiums stattfinden kann. Dieser Neubau ist sehr gelungen und er bietet – neben einer hervorragenden Akustik – auch etwas mehr Platz für die Konzertbesucher. Ermöglicht haben das unser Mitveranstalter, der Förderverein des Karlsgymnasiums, sowie Herr Oberstudiendirektor Dr. M. Ludolph.

Eintritt: € 28; ermäßigt für Vereins-Mitglieder € 23, für Schüler und Studierende unter 30J. € 5
Karten nur an der Abendkasse
Reservierung empfohlen unter: info@kammermusik-pasing.de

Wen-Sinn Yang, gefeierter Weltstar und seit 2004 Professor für Cello an der Hochschule für Musik und Theater in München, gilt als einen der vielseitigsten Cellisten der Gegenwart. Neben seinem Wirken als international geschätzter Solist unter Dirigenten wie Sir Colin Davis, Lorin Maazel, Mariss Jansons, Shiao-Chia Lü, Grzegorz Nowak, Daniel Klajner, Yukata Sado oder Michael Hofstetter und mit Orchestern wie dem Symphonieorchester des Bayerischen Rundfunks, dem Shanghai Symphony, dem NHK Tokyo, dem Royal Philharmonic Orchestra London und dem Russischen Staatsorchester Moskau, ist Wen-Sinn Yang auch ein begehrter Kammermusikpartner. Sein breitgefächertes Repertoire ist auf über 30 CDs dokumentiert.

Programm:
Edvard Grieg, Holberg-Suite Opus 40
Gioacchino Rossini, Ouvertüre zu „Wilhelm Tell“
Antonín Dvořák, Slawischer Tanz Opus 72 Nr.2
David Popper, Polonaise de Concert Opus 14
Viktor Herbert, Yesterthoughts, Ghazel und Punchinello
Fazil Say, Alla Turca Jazz
George Bizet, Carmen-Fantasie
Manuel de Falla, Suite populaire Espagnole
Enrique Mario Francini, La vi llegar
Wilhelm Kaiser-Lindemann, Bossa nova und Mambo für 6 Celli

Wege zur neuen Spielstätte

Das Karlsgymnasiums ist ab Pasing Bahnhof sehr gut mit MVV-Bussen zu erreichen:
Bus 160  (-> Waldfriedhof), Halt: Avenariusplatz, 5 Minuten Fußweg
Bus 56 (-> Fürstenried West), Halt Engelbertstraße, 11 Min. Fußweg durch den Park
Bus 57 (-> Laimer Platz), Halt Engelbertstraße, 11 Min. Fußweg durch den Park
Bus 259 (-> Martinsried), Halt Planegger Straße, 9 Min. Fußweg durch den Park

Veranstalter:

Förderverein des Karlsgymnasiums 

Kammermusik in Pasing  

DYADE von Vanessa Hafenbrädl

Vom 05. bis 10. November, jeweils von 17 bis 18.30 Uhr

Kirche St. Hildegard Paosostr. 25

Bild: V. Hafenbrädl

Das Kulturforum München-West veranstaltet in Kooperation mit dem Pfarrverband Pasing vom 5. bis 10. November jeweils von 17 bis 18.30 Uhr eine Lichtinstallation DYADE von Vanessa Hafenbrädl in der Kirche St. Hildegard Paosostr. 25 in Pasing. Der Eintritt ist frei.

Flyer zum Herunterladen

Dyade – mundgeblasenes Glas / Musik / Projektion / Zeit

Eine Dyade markiert den Übergang von Einheit zu Vielheit und zeigt, dass Bedeutung im Verhältnis, in Resonanz und mit dem Gegenüber entsteht. In St. Hildegard komponierte der Künstler Georg Meistermann mit dem Glas eine Farbpolyfonie.

Wir treten mit dem Raum in Dialog. Ein mundgeblasener Spiegelglaszylinder nimmt die Farben der gestalteten Fenster auf, eine Waveform setzt Musik in Licht um, der Spiegelzylinder dreht sich langsam. Die Farben verschieben sich und visualisieren so ein Geheimnis, das jede Beziehung in sich trägt.

Der Raum wird zum Resonanzraum aus Licht, Klang, Architektur, Mensch und Zeit.

Die Installation verändert sich mit dem Übergang vom Tag zur Nacht und erscheint zu Beginn des Abends anders als am Ende. Dyade kann ausschließlich während der Dämmerung erlebt werden.

Vanessa Hafenbrädl hinterfragt weibliche Archetypen und bricht mit gängigen Rollenbildern. Ihre Arbeit löst sich von Kategorie, Herkunft, Geschlecht und Spezies. Seit 2016 erreichen ihre großformatigen Videoinstallationen im öffentlichen Raum ein vielfältiges Publikum und erweitern dessen Perspektiven. Hafenbrädl schafft Resonanzräume unter Einsatz von Videomapping, Glas, Musik und Storytelling.

Führung durch das Queere Archiv

Bayerstr. 77c, im Rückgebäude

Bild: A. Knoll/Queeres Archiv

Im letzten Jahr hatten wir einen interessanten Gast beim KulturStammtisch, den Historiker und Archivar Albert Knoll. Er ist Gründungsmitglied des „Vereins Forum Queeres Archiv München e.V. – LesBiSchwulTransInter* in Geschichte und Kultur (FQAM)“ und seither dessen Vorstand. Sie sind herzlich zu der Führung ins Queere Archiv eingeladen.

Eine Anmeldung unter einladungen@kulturforum-mwest.de. ist wegen der auf 20 begrenzten Plätzen erforderlich, Treffpunkt ist um 17 Uhr in den Räumen des Archivs. Wir bitten um 5 € Teilnahmegebühr. Eine Spendendose für das Archiv steht bereit.

Foto: A. Knoll/Queeres Archiv

Derzeitige zentrale Aufgabe ist der Aufbau, die digitale Erfassung und online-Präsentation einer Bibliothek und einer Archivsammlung zum Thema LGBT mit regionalem Sammlungsschwerpunkt. Der Verein veranstaltet regelmäßig Vorträge, biografische Erzählcafés, Ausstellungen, themenbezogene Stadt- und Gedenkstättenführungen und stellt seine Sammlung für Forschung und Lehre zur Verfügung. Er beteiligt sich an städtischen Gedenk- und Informationsprojekten, wie dem NS-Dokuzentrum oder der Gedenkinstallation für verfolgte Schwule und Lesben im Nationalsozialismus. Der Verein beteiligt sich in lokaler, bundesweiter und internationaler Kooperation an Forschungs- und Dokumentationseinrichtungen. Die Aktivitäten des Forums Homosexualität richten sich auf die Durchführung von Interviews, die Veröffentlichung von Forschungsergebnissen und Biografien.