
Das Kulturforum München-West macht wieder am Tag des Todeszugs nach Kaunas 1941eine Gedenkveranstaltung am gebeugten leeren Stuhl, der Skulptur von Blanka Wilchfort und Marlies Poss am Pasinger Rathaus. Das Mahnmal symbolisiert das Fehlen der jüdischen Menschen, die keinen Platz in ihrer Gesellschaft mehr hatten. Es wurde 2015 dort fest aufgestellt und erinnert an die Jüdischen PasingerInnen, die in der Zeit des Nationalsozialismus verfolgt, entrechtet, in den Selbstmord getrieben und ermordet wurden. Mit dieser Gedenkstunde soll die Erinnerung lebendig gehalten werden, getreu dem Zitat von Elie Zwiesel „Zu vergessen heißt sich abwenden, zu vergessen heißt verleugnen“
Heuer geht es in einem Beitrag um „Juden in Pasing nach 1945“, Doris Barth von der „Geschichtswerkstatt Jüdisches Leben“ stellt das Hilfswerk Vaad Hatzala vor, das in Pasing sein Büro und Verteilungszentrum hatte. Almuth David, ebenfalls Mitglied der Geschichtswerkstatt, zeigt dazu Bilder und eine Gedenktafel für die Pasinger Opfer der Shoah.
Raoul Koether, Vorstandsmitglied im Kulturforum und Mitglied im Bezirksausschuss 21, wird als Beauftragter gegen Rechtsextremismus sprechen.
Auch SchülerInnen des Elsa-Brändström-Gymnasiums machen bei der Veranstaltung mit, ein Fagott begleitet die Gedenkstunde musikalisch.
Die Veranstaltung ist am Eingang an der Rathausgasse und in den Räumen des Rathauses, kostenfrei und ohne Anmeldung, Gäste sind herzlich willkommen.

Über das Mahnmal können Sie mehr auf der Homepage unter Der gebeugte Leere Stuhl erfahren.
Seit 2022 gibt es den gemeinnützigen Verein „Freundeskreis Gebeugter Leerer Stuhl e.V.“, in dem unterschiedlichste Vertreter:innen der Münchner Stadtgesellschaft zusammengefunden haben. Freundeskreis Gebeugter Leerer Stuhl
Am 27. Januar 2027 wird es eine Gedenkveranstaltung am Gebeugteen leeren Stuhl bzw. in der Kirche Leiden Christi in Obermenzing geben.