Im Juli letzten Jahres wurde das Kunstprojekt „Menzinga“ des Künstlers Martin Blumöhr eingeweiht. Die ca 800m² großen Wandarbeit in der Unterführung direkt am S-Bahnhof Untermenzing hat er in drei Jahren mit Aspekten zum Stadtviertel und seiner Umgebung gestaltet.„Man wandelt in „Menzinga“ in einem, wenn nicht dem größten,von einem einzelnen Künstler gestalteten Wandbild Münchens – und sozusagen im Flussbett der Würm, sieht das Untermenzing aus Perspektive des Flusses“, wie Blumöhr meint. „Ich arbeite direkt aus den Kopf heraus, ohne Vorzeichnung und inspiriert durch das Gespräch mit den vorbeilaufenden Menschen in einer Kombination aus Lack und Tusche – Malerei“.
Martin Blumöhr ist bekannt für die großformatigen Wandarbeiten seiner Serie „Public Viewing“, die er im öffentlichen Raum im Dialog mit Passanten gestaltet und dabei Bezug auf den Umgebungsort, seine Geschichte und seine Geschichten, seine Bewohner und seine architektonischen sowie institutionellen Besonderheiten nimmt. Er ist Absolvent der Akademie der bildenden Künste München und war Meisterschüler sowie Assistent des renommierten Wiener Künstlers Ernst Fuchs, Mitbegründer des phantastischen Realismus.
Das Kunstwerk „Menzinga“ gliedert sich in zwei Bereiche auf: Einerseits das glasüberdachte „Florarium“, das als eine Art Intro eher die Gefühls – und Gedankenwelten beim Wandeln an der Würm beschreibt und ihre Schönheit feiert. Andererseits die eigentliche Unterführung mit den Aspekten zum Stadtteil, seinen Bewohnern, historischen, architektonischen und institutionellen Besonderheiten.
Treffpunkt ist oben an der S-Bahn-Haltestelle um 17 Uhr. Die Teilnahme kostet 10 Euro für Mitglieder, für Gäste 12 Euro. Dauer etwa 1,5 Stunden. Eine Anmeldung ist nicht erforderlich.


